Die wahre Geschichte eines Hundes

Big Toni-Der lebensretter

 

Die Sierra Nevada (spanisch für „schneebedecktes Gebirge“) ist mit 3482 Metern das höchste Gebirge der Iberischen Halbinsel, das normalerweise jährlich von November bis Mai eine Schneehaube trägt.

 

Es liegt im Süden Spaniens in den Provinzen Granada und Almería in der Region Andalusien. Seit 1999 ist das Kerngebiet von 86.208 Hektar als Nationalpark Sierra Nevada geschützt. Das Schmelzwasser der Sierra Nevada versorgt die Städte Granada und Almería mit Trinkwasser.

Es war einer der Tage an denen ich mir dachte, wenn ich die Passüberquerung von Frankreich nach Spanien auf 700 Metern gemeistert habe, dann wird eine Fahrt in die Sierra Nevada ein Klacks.

 

Ganz dort oben sollte ein Stellplatz auf uns warten. Bis dahin habe ich irgendwo gelesen, das sich alles auf 1100 Meter abspielt. 

 


Das die Sierra Nevada mit 3482 Metern das höchste Gebirge der iberischen Halbinsel ist wusste ich nicht...

Mein Malo kommt zu mir wenn ich angespannt bin. Hunde können über die Pherhormone der Haut erriechen in welchem Zustand wir uns befinden.

 

Sie haben im Gehirn ein Areal das Gerüche mit Emotionen verbindet. 


Wenn ich Stress habe schüttet mein Körper das Stresshormon Cortisol aus. Malo riecht es und kommt zu mir.

Ich rede oft mit meinem Reisemobil "Alexander" und bedanke mich dafür, dass er mich sicher durch die Welt fährt.


,,DANKBARKEIT IST DER HIMMEL SELBER, UND ES KÖNNTE KEIN HIMMEL SEIN, GÄBE ES DIE DANKBARKEIT NICHT". WILLIAM BLAKE.



Manchmal muss man sehr hoch fahren um die Schönheit zu überblicken. Das Wetter wechselte im 10 Minutentakt. Die Belohnung war ein sensationelles Panorama auf knapp 2150 Metern Höhe.

 

Für Jemanden wie mich der Höhenangst hat, war es an einigen Stellen sehr gespenstig. Ich musste an Eleanor Roosevelt denken:,,Mache jeden Tag etwas wovor du Angst hast".

Als wir oben ankamen mussten wir feststellen, das der Stellplatz geschlossen hatte.

 

Wir haben uns dann dazu entschlossen mit den Hunden wandern zu gehen.

 


Big Toni war an diesem Tag in seinem Element. Normalerweise ist er sehr distanziert. An diesem Tag hat er mit dem Rudel getobt wie noch nie.

Der Tag war unendlich schön!!!. Toni so glücklich zu sehen ist für uns unbeschreiblich. Ich werde den Tag nie vergessen.

 

Toni war zwei Jahre lang in Spanien an die Kette gefesselt und wurde mit dem Knüppel geschlagen. Danach kam er nach Deutschland in drei verschiedene Familien.

 

Im Tierheim hat er sich dann noch das Kreuzband gerissen und wäre beinahe gestorben, weil das Antibiotikum nicht gewirkt hat.

 

Durch das Tierheimjournal erfuhr ich von Ihm, weil er meinem Malo ähnlich sah. Auf Nachfrage hin wurde mir gesagt das er der Bruder von unserem Malo ist.

 

Toni war zu dem Zeitpunkt ein hochaggressiver Hund der kaum zu bändigen war. 


Uns wurde gesagt man könne Ihn nur im Zwinger halten, weil er zu gefährlich sei. Das kam jedoch nie für uns in Frage, weil wir selbst nicht im Zwinger leben wollen und der Hund für uns ein Familienmitglied ist.

 

Jetzt ein Jahr später nach Tränen, Verzweiflung, einer menge Geduld und vielen Trainingstunden ist Toni ein Teil des Rudels.

Zwei Wochen nachdem wir Alexander unser Reisemobil gekauft haben ist Toni zwischen 3:00-3:30 Uhr Nachts in unser Bett gesprungen und hat uns mit lautem Geheule aus dem Tiefschlaf geholt.

 

 


Die Batterien hatten angefangen zu schmoren und das Mobil qualmte.

Wir haben daraufhin die gesamte Elektronik ausgeschaltet und das Reisemobil fluchtartig verlassen.

 

Wir sind dann zur nächsten Werkstatt gefahren. Beim Auslesen der Batterien hat uns der technische Leiter der Werkstatt mitgeteilt das wir unserem Hund jeden Tag unseres Lebens danken sollen, weil die Batterien mehrmals tiefenentladen waren und der Mastervolt falsch eingestellt war.

 

Das Mobil wäre kurze Zeit danach in Flammen aufgegangen. Die Nachricht traf mich mitten ins Gesicht. Ohne Toni wären wir nach 2 Wochen im Reisemobil an den Dämpfen gestorben und anschließend verbrannt.

 

Big Toni verdanken wir unser Leben.

 

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