Die Sinne des Hundes - Was wir von Hunden lernen können

Hundetraining, Hundewissen

Hunde riechen, hören, sehen und ertasten die Umwelt um ein vielfaches intensiver als wir Menschen.

 

Die Sinnesorgane nehmen die Umweltreize auf und leiten Sie zum zentralen Nervensystem. Dort werden sie verarbeitet, bewertet und gespeichert. Ein Hund nimmt die kleinste Veränderung wahr, doch viele Menschen registrieren es nicht.

 

Ein Beispiel: Ich fahre nach einem schlechten Tag verärgert Nachhause. Ich komme die Tür rein und Fiffi kommt direkt zu mir obwohl er es sonst nie macht oder er kommt nicht zu mir, obwohl er sonst immer kommt.


Ich frage mich Was ist passiert?

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Fiffi hat anhand des veränderten Motorengeräuchs wahrgenommen, das mit Herrchen etwas ist. Kann er denn sowas überhaupt!?! Die Antwort ist: selbstverständlich geht das.

 

Das der Hund weiss welches Auto es ist steht außer Frage. Wir Menschen haben unter Emotionen jedoch einen anderen Fahrstil.

 

Wenn wir uns ärgern neigen wir dazu schnell zu fahren, wenn wir traurig sind eher dazu langsamer zu fahren.

 

Der Hund hört erstmal nur unser Auto und stellt fest, das der Motor anders klingt wie sonst.

Der ängstliche Hund nimmt die Information und bleibt im Körbchen, der selbstsichere geht an die Tür.


 

Wenn wir den Schlüssel herumgedreht haben und durch die Tür gegangen sind hat der Hund alle Informationen die er braucht.

 

Die Pherhormone unser Haut haben unseren Gefühlszustand verraten. 

 

Das ist eine von unendlich vielen erstaunlichen Leistungen, die der Hund Tag für Tag vollbringt.

 

 

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Sinne des Hundes - Das Auge

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Die Linse des Hundes hat beim Scharfsehen lediglich 2-4 Dioptrien.
Das bedeutet, das er Objekte die näher als 30-50 cm vor seinem Auge sind nicht scharf sehen kann.
 
In der Wahrnehmung von Bewegungen ist er uns jedoch weit voraus.


Unscharfes sehen mit einer verstärkten Wahrnehmung von Bewegungen, wie auf Weihnachtsmärkten, belebten Fußgängerzonen etc. sind deshalb eine große Belastung für jeden Hund. 


Hunde haben weniger Sehnerven als der Mensch. Die Farberkennung ist nicht seine Stärke. Gelb, orange und grün werden vom Hund als eine Farbe wahrgenommen.
 
Einen gelben Ball oder eine orangene Frisbeescheibe kann er auf einer grünen Wiese nicht sehen.

Das perfekte *Spielzeug für Hunde ist blau.

Sinne des Hundes - Die Nase

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Die Länge der Schnauze entscheidet ob der eine Hunde besser riecht und der Andere weniger gut.

 

Rassen wie der belgische Schäferhund schlagen den kurznasigen Mops um Längen.

 

Lange Schnauzen bieten viel Raum für die zahlreichen Riechzellen.

 

Die Oberfläche der Riechschleimhaut ist durch die spezielle Fältelung in der Nase größer als beim Menschen. 

 


Zur Gegenüberstellung: Während der Mensch über ca. fünf Millionen Riechzellen verfügt, so hat der Hund im Durchschnitt 200 Millionen.

 

Hunde wenden eine spezielle Riechtechnik an, die eine optimale Differenzierung der Geruchskomponenten ermöglicht. Es handelt sich dabei um das legendäre Schnüffeln.

 

Diese Technik lässt große Mengen Luft an die Riechschleimhäute. Durch die Luftverwirbelung im Jakobchen Organ können kleinste Duftinformationen herausgefiltert werden. Zum Schluss werden die Informationen an das Riechhirn gesendet und bewertet.

Hunde verbinden mit Gerüchen Emotionen. Beispielsweise kann der Hund über die Pherhormone unserer Haut riechen ob  wir aggressiv (Adrenalin) oder glücklich (Endorphine) sind.

 

Wenn eine Frau Schwanger ist schüttet Sie das Hormon Prolaktin aus.

 

Der Hund riecht dieses Hormon und weiß das Frauchen schwanger ist. Schutzhunde sind in dieser Zeit besonders wachsam.


Die Sinne des Hundes - Die Ohren

Hunde können zwischen 47.000-65.000 Hertz hören.

Sie orten so selbst kleinste Beutetiere egal ob unter oder über der Erde.

 

Die beste Wahrnehmung hat ein Hund etwa bei 8.000 Hertz.
 
Hohe Töne erregen Hunde. Das ist der Grund weshalb sie beim Spielen mit Quitschis leicht überdrehen.

 

Bei der Anschaffung einer *Hundepfeife ist es besser eine zu nehmen die man selber hören kann.

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Sinne des Hundes - Der Tastsinn

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Mit den Pfoten nimmt der Hund Informationen über seine Umwelt auf.
Unter der Ballenoberfläche und in den Zehenzwischenspalten sitzen unzählige empfindliche Nerven.
 
Viele Hunde lassen sich deshalb nicht gerne an den Pfoten berühren.
Es ist jedoch im Winter sehr wichtig die Ballen vom Streusalz zu reinigen und Sie mit *Melkfett zu pflegen.
 
Die Haare im Ballenbereich müssen mit einer *Ballenschere kurz gehalten werden, damit sich keine Schneeklumpen bilden oder sich Steinchen darin verfangen können.


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