Das Paradies für Hunde -

Eine Wohnmobilreise durch die Bretagne

Zerklüftete Felsen und atemberaubende Buchten lassen die Sinne pulsieren. Die Bretagne trumpft mit wildromantischen Sandstränden und imposanten Felsenlandschaften auf. Dazu kommt eine kulinarische Vielfalt mit typischen bretonischen Leckerein wie dem Karamell oder den berühmten Bouchot-Muscheln die den Gaumen verzaubern. Wer auf der Suche nach einem Wohnmobil Urlaub der ganz besonderen Sorte ist wird nach dieser Reise mit einem lachenden und weinenden Auge wieder Nachhause fahren, weil die Bretagne ein Traum für Mensch und Hund ist.

Meine Womo-Tour durch die Bretagne

 

Damit Ihr meine unvergessene Reise durch die Bretagne nachvollziehen könnt habe ich eine Karte mit all den schönen Stell-und Campingplätzen erstellt die auch in meinen Online Wohnmobil Reiseführer für Hundebesitzer aufgenommen wurden. 

 

 

Ich stelle Euch nun die Punkte (D), (E), (F) und (G) vor, weil es die schönsten Orte und Momente meiner Wohnmobil-Tour durch die Bretagne waren und die Hunde sich dort mit Abstand am wohlsten gefühlt haben. Am Ende der Reise bekommt Ihr die Koordinaten der Wohnmobilplätze säuberlich aufgeführt, damit Ihr Euch so schnell wie möglich auf die Socken machen könnt um diese einzigartige Region im Westen Frankreichs zu erobern.

 

(D) Bretonischer Flair in Cleder

 

Cléder liegt an der Côte des Sables (Küste des Sandes) und zeichnet sich durch seine landschaftliche Vielfalt aus. Es lädt zum Entspannen, Surfen oder zum Wandern entlang des Küstenpfads ein. Cleder bietet ein tolles Meerpanorama, abwechselnd schöne Sandstrände, Buchten mit fantasievollen Felsen, geschützte Dünen und glasklares Wasser. Eine Küstenlandschaft mit facettenreichen Lichtvariationen und nostalgischen Wachhäusern zwischen riesigen Granitfelsen verleihen Cleder einen besonderen Charme. 

 

 

Inmitten von Felsen, Weite und natürlichen und wilden Sandstränden bekommt man ein Gefühl von absoluter Freiheit. Das Meer kann sich wild in Grautönen verlieren oder von Türkis über Himmelblau bis zu tiefen, satten Blautönen strahlen. Hellgrau, in der Tiefe mit bläulichen Schattierungen und sehr hart – das ist Granit. Felsformationen aus uraltem Granit-Gestein verwandeln die Küste in eine hinreißende Landschaft voller Abbilder, die aus einer anderen Welt zu sein scheinen. Wenn man es nicht besser wüsste könnte man hierin einen Menschen sehen der auf die Weite des Meeres blickt. 

 

 

Hunde dürfen sich hier das ganze Jahr über nach Lust und Laune frei entfalten und sind gerne gesehene Gäste am Strand.

Die Kombination aus Abgeschiedenheit, einem tollen modernen Stell- und Campingplatz, endlos erscheinenden Sandstränden gepaart mit skurillen Felsformationen machen den Aufenthalt mit Wohnmobil und Hund zu einem absoluten Erlebnis. 

 

(E)BRETAGNE UND DAS ENDE DER WELT

 

Das Finistère ist die westlichste Region der Bretagne. Für die Römer endete in der Antike am Felsenkap Pointe du Raz die bekannte Welt. „Finis Terrae” – das Ende der Welt nannte die antike Großmacht die Region. Der Name lebt bis heute in der Bezeichnung für das Département weiter. Es gibt Momente in denen man es kaum glauben kann das diese wahre Schönheit in Europa zu finden ist und nicht auf den Seychellen, Tasmanien oder einem anderen exotischen Ort auf dieser Welt. 

 

 

Im Sommer herrscht ein beinahe mediterranes Klima an den breiten Sandstränden zwischen den schroffen Klippen.

Vollkommen gegensätzlich präsentiert sich die mehr als 700 Kilometer lange Küste des Finistère im Winter. Stürme peitschen das Wasser des Atlantiks auf und meter-hohe Wellen donnern mit Brachialgewalt gegen die Steilküsten. Nördlich der Landmasse beginnt der Ärmelkanal und im Süden prallen die Wellen des Atlantischen Ozeans an die Küsten. Die raue Schönheit der bretonischen Küste prägt das Landschaftsbild in der Region Finistère. Die riesigen Steine verleihen den Stränden eine ganz spezielle Atmosphäre. Man erkennt in Ihnen die verschiedensten Objekte, Tiere oder was die Phantasie einem sonst noch so für Streiche spielt. 

 

 

Das berühmte Wachhaus zwischen den imposanten Felsen ist eine der Sehenswürdigkeiten in Meneham das zu der Gemeinde Kerlouan gehört. Das Wachhaus war das erste Haus in Meneham überhaupt und hatte den Zweck die Küste immer im Auge zu behalten um sie vor Eindringlingen zu schützen. Es wurde lange gemutmaßt das der französische Meister der Architektur Vauban (1633-1707) dieses Haus errichtet hat. Jedoch deuten mehrere Elemente daraufhin das es um 1756 gebaut wurde, etwa 50 Jahre nach Vaubans Tod. Der Herzog von Aiguillon, damals Oberbefehlshaber der Provinz Bretagne von 1753 bis 1768, ordnete den Bau zahlreicher Wachhäuser an der bretonischen Küste an. 

 

 

Die Hunde interessierten sich leider nicht für die Geschichte vom alten Wachhaus und so ging es mit Ihnen runter an den Strand. Unter der Woche ist es hier angenehm ruhig und wenn morgens Ebbe ist können die Hunde rund um die Felsen fangen spielen oder auf kleinere Felsen klettern um ein wenig die Gegend zu erkunden. 

 

 

Kerlouan eignet sich das ganze Jahr über für einen tollen Wohnmobil Urlaub mit Hund, weil man seinen lieben Vierbeiner sowohl in das tolle Museumsdorf als auch zu den meisten Strandabschnitten mitnehmen darf. Zudem gibt es einen tollen Stell-und Campingplatz mit direkter Strandlage, der den Aufenthalt versüßt.

 

(F) EIN ORT MIT ANZIEHUNGSKRAFT

 

Die Entdeckung der wilden und unberührten Natur in Camaret sur mer lassen die Herzen der Bretagne Liebhaber höher schlagen. Auf der 25 km langen Küste kann man Türme, Buchten, Klippen und die feinen Sandstrände bewundern. Die traumhaften Sandstrände die in spektakulären Felsformationen eingebettet sind erfreuen sich bei Surfern großer Beliebtheit. Als Schwimmer sollte man hier allerdings vorsichtig sein, weil es gefährliche Unterströmungen und Treibsand gibt. Im ersten Moment kam mir diese schöne Natur wie eine Illusion vor, weil ich so viel konzentrierte Schönheit kaum verarbeiten konnte. Die Farben, das Licht, der Wind und die frische salzige Meerluft sorgten bei mir für ein kribbeln im Bauch. Manchmal kommt man an Orte und hat das Gefühl das man am richtigen Platz gelandet ist. Wenn das Leben im Wohnmobil nicht so ein schönes und abwechslungsreiches Leben wäre, dann hätte Camaret sur mer gute Argumente um uns für immer hier zu behalten.Nicht alleine das Meer, der Strand und die Felsformationen haben diese Anziehungskraft, es ist vielmehr die Aura von der man hier umgeben ist.

 

 

Die Landzunge Pen Hir erhebt sich bei Camaret-sur-Mer fast 70 Meter über dem Mer d'Iroise. Zudem ist sie ein Vogelschutzgebiet und gehört zum Naturpark "Parc naturel d'Armorique" der Bretagne. Die steile Felsküste bildet Sedimentgesteine, die 475 Millionen Jahre alt sind. Diese quarzitähnlichen Sandsteinfelsen verwittern langsam und bilden die Hauptpunkte der Crozon-Halbinsel. Die natürliche Umgebung des Pen Hir zeichnet sich durch Heidemoor und Ginster aus. Ein schöner Sonnenuntergang rundet die wilde Schönheit dieser beeindruckenden Landzunge ab.

 

 

Die Landschaften, die durch diese Moore und Felsen geformt werden, sind atemberaubend und schützenswert. Jeder der die Pfade sauber hält tragt aktiv zum Erhalt dieser einzigartigen Umgebung bei. In der Spätantike entdeckten christliche Einwanderer diese zauberhafte Landschaft.  Der Bekannteste unter ihnen war der heilige St.Rioc, der nach Überlieferungen 40 Jahre lang in den Höhlen der Landzunge  "Le Toulinguet " und später dann im Kloster von Landevennec gelebt haben soll.

Bei einer Wanderung durch diese ursprüngliche Landschaft bekommt man ein Gefühl davon wie einst die Einwanderer sich bei der Ankunft gefühlt haben müssen.

 

Wenn man für die Schönheit einer Landschaft ein Wort suchen würde, dann wäre Camaret sur Mer sehr passend.

Die Gemeinde bietet mit seiner 25 km langen Küste so viel Möglichkeiten mit seinem Hund ausgedehnte Wanderungen zu unternehmen das man allein hier schon seinen gesamten Wohnmobil Urlaub verbringen könnte. Der Stellplatz sowie der Campingplatz befinden sich in unmittelbarer Umgebung zu den diversen Wanderwegen entlang der Küste. Der Hafen von Camarat sur Mer sollte auch unbedingt mit besichtigt werden, weil es dort Bauten des berühmten Architekten Vauban zu bestaunen gibt und frischer Fisch in den kleinen Restaurants am Hafen serviert wird.

(f)HUND UND MENSCH IM PARADIES

Es gibt Orte die bieten einfach alles um direkt in eine andere Welt einzutauchen. Breite Dünen-Gürtel, eine vielfältige Flora und Fauna und ein 7 km langer Strand sind Gründe wieso man sich in Erdeven auf Anhieb wohlfühlt. Es sind romantische Strände wie diese, die in Erinnerung bleiben.

Der Sand mit seinen goldenen Tönen entspannt Körper und Geist. Menschenleere Strände findet man in häufig in der Bretagne, doch so leer wie in Erdeven haben wir bisher noch keinen Strand erlebt. Während dem Spaziergang kam uns häufig das Gefühl, die Menschen hätten sich an einen anderen Strand verlaufen. Zum einen liegt es daran das hier verhältnismäßig wenige Menschen leben und zum anderen gibt es einen 7 km langen Strand mit diversen Wandermöglichkeiten. Ebbe und Flut spielen in Erdeven Ihren Streich und lassen den Strand von Breit zu sehr Breit anwachsen. Einen Augenblick kommt man sich vor wie an der Nordesee und dann spürt man doch wieder den bretonischen Atlantik, der vom einen auf den anderen Moment sehr wild sein kann. Der Tiedenhub in der Bretagne und Normandie ist sehr beachtlich und zeigt die unverwechselbare Faszination des Atlantiks. 

Wenn die Sonne morgens über die Dünen krabbelt dann wird Erdeven in ein Meer aus Farben eingetaucht. Den Hunden dabei zuzusehen wie sie mit Freude und Elan den Strand für sich erobern ist ein Augenschmaus. Sie zeigen mir mit jeder Körperbewegung das man jeden Tag im Leben leben sollte, ohne dabei nach hinten zu schauen. Die Vergänglichkeit jeden Augenblicks zeigt das Leben in seiner vollen Pracht.

 

 

Die Reise durch die Bretagne ist wie der Flug auf einem Besen, denn die Bretagne ist eine Region voller Magie, Mythen, Traditionen, Kulinaritäten und landschaftlicher Vielfalt. Während so einer Wohnmobil-Tour bekommt man die geballte Faszination dieser schönen und wildromantischen Region Frankreichs zu spüren. Es sind nicht nur die schroffen Felsen oder die goldenen Strände die in Erinnerung bleiben, es ist die Aura von der man hier umgeben ist. Die Reise ist nun zu Ende und ich hoffe es hat Euch gefallen. Liebe Grüße Claudia

 

Mit dem Hund am Strand

Für Frankreich gibt es keine allgemeine und verbindliche Regelung, jede Stadt/Gemeinde entscheidet hier individuell.  Während der Hauptsaison sind Hunde an vielen Stränden verboten oder nur zu bestimmten Uhrzeiten erlaubt, außerhalb der Hauptsaison sind die vierbeinigen Freunde jedoch an vielen Stränden gestattet. Jeder von Euch sollte sich einfach nach den entsprechende Schildern in Strandnähe richten. Während meiner intensiven Reise an die verschiedensten Strände in Frankreich habe ich es noch nie erlebt das ein Ordnungshüter jemanden belangt hat oder das mir jemand verboten hätte im Sommer an den Strand zu gehen. Ein guter Maßstab sind die Einheimischen ;) 

Allgemeines zum Wohnmobil Urlaub in Frankreich

  • In Frankreich ist sehr vieles automatisiert, sodass man auf jeden Fall eine VISA Karte mitnehmen sollte. Die benötigt man beim Tanken, auf vielen Stellplätzen, Maut-Stationen etc. 
  • Ihr findet in Frankreich bei fast jedem französischen Supermarkt die Möglichkeit eure Wäsche in guten Industrie-Waschmaschinen zu waschen und gleichzeitig das Wohnmobil zu betanken, zu waschen und einkaufen zu gehen. 
  • Wer nach Frankreich fährt sollte zumindest ein paar Sätze französisch sprechen, weil wenig Englisch und fast kein deutsch gesprochen wird. Sobald ihr euch ein wenig anstrengt werdet ihr merken wie herzlich und entgegenkommend die Franzosen sind. 
  • Wer Hundefutter braucht sollte dieses bei MaxiZoo holen, das ist nämlich der Fressnapf in Frankreich, dort findet Ihr alle Futtersorten die es auch beim Fressnapf in Deutschland gibt.
  • Die Franzosen lieben große Hunde. Wer mit 3 großen Hunden unterwegs ist wird feststellen das es oft nicht leicht ist die passenden Orte zu finden, weil Menschen auf große Hunde oft mit Angst reagieren. Wenn man dann noch einen Hund mit Maulkorb hat ist die Welt voller Vorurteile. In Frankreich lösen sich Vorurteile auf wie warmer Sand, der zwischen den Händen zerrinnt. 

Einreisebestimmungen für Hunde in Frankreich

Für die Einreise benötigt Ihr einen EU-Heimtierausweis und Mikrochip-Kennzeichnung und eine gültige Tollwutimpfung (mindestens 21 Tage alt). Im Impfpass muss angegeben sein, wann die Auffrischungsimpfung notwendig ist.

 

Welpen dürfen es ab der 15 Woche einreisen, weil die Impfung erst ab der 12 Woche durchgeführt werden darf und die Ausbildung des Tollwutimpstoffes 21 Tage dauert. Keine Pflicht aber trotzdem ratsam: je nach Reiseziel benötigt Ihr Hund auch eine Mittelmeerprophylaxe. Zudem ist eine Leptospirose Impfung nötig, da gerade in der warmen Jahreszeit die Erreger in den Gewässern lauern.

 

Mit wie vielen Hunden darf man einreisen?

Man darf mit maximal 5 Hunden nach Frankreich einreisen.

 

Einreisebestimmungen für Hunde nach Frankreich

 

Die Franzosen unterscheiden bei Ihren Vorschriften zur Einreise "gefährlicher Hunderassen" in zwei Kategorien:

 

 

Hunde ohne offizielle Stammbaumpapiere, deren Äusseres übereinkommt mit den folgenden Rassen gehören in Frankreich zur Kategorie 1:

 

American Staffordshire Terrier („Pittbul“)

Mastiff („Burbull“)

Tosa

 

Diese Hunde verboten zur Einreise und Durchfahrt.

 

Reinrassige Hunde des Typus American Staffordshire Terrier (Pittbul), Mastiff (Boerbull), Tosa gehören in Frankreich zur 2. Kategorie und sind unter folgenden Bedingungen zur Einreise und Durchfahrt erlaubt:

 

  • Ihr Hund muss in einem vom internationalen Hundeverband zugelassenen Stammbuch eingetragen sein. Dieses Dokument müssen Sie auf Nachfrage vorlegen können (Ausnahme Typus Rottweiler).
  • Ihr Hund muss während Ihres Aufenthalts in Frankreich (von einem Volljährigen) an der Leine geführt werden und einen Maulkorb tragen.
  • Ihr Hund ist nicht erlaubt in öffentlichen Verkehrsmitteln und Einrichtungen.

  

Wichtig: Ebenso zählen Hunde, die Ähnlichkeit mit diesen Rassen haben, zu dieser Kategorie.

 

 

Hinweis: Hunde der Rassen Dobermann und deutsche Dogge gehören nicht zu der ersten oder zweiten Kategorie und dürfen einreisen und durchreisen.

 

Tipp: Je nach Reiseziel benötigt Ihr Hund auch eine Mittelmeerprophylaxe. Zudem ist eine Leptospirose Impfung nötig, da gerade in der warmen Jahreszeit die Erreger in den Gewässern lauern.