Castelnaudry

Entspannte Tage am Canal du Midi


 

Der Canal du Midi gehört zu den schönsten Wasserwegen in Europa. Seine Wiege liegt in Okzitanien, wo Platanen, Herrenhäuser, gotische Glockentürme, Dörfer und Marktflecken das blaue Band des Südens begleiten. Der Kanal ist 240 km lang und verläuft über den Bergsattel zwischen den Pyrenäen und dem französischen Zentralmassiv. Für Hundebesitzer werden somit ideale Bedingungen geboten um schöne Wanderungen zu unternehmen und in das ein oder andere Restaurant am Wasser einzukehren.

 

Schon die Römer hatten von einer Wasserstraße zwischen Mittelmeer und Atlantik geträumt. Mächtige und Macher versuchten sich an der Idee, selbst Leonardo da Vinci scheiterte. Bis ein Baron aus Béziers die Lösung fand, den Sonnenkönig Ludwig IV. überzeugte, und im Herbst 1667 in Toulouse den ersten Spatenstich wagte: Pierre-Paul Riquet. 

 

Auf diese Weise bräuchten die Schiffe nicht mehr den gefährlichen und kostspieligen Umweg über die Meerenge von Gibraltar zu machen. 1666 unterschrieb Ludwig XIV. das königliche Edikt zum Bau der damals „Canal Royal“ genannten Schifffahrtsstrasse, die heute Canal du Midi heißt. Die Frage, wie der Kanal, der auf seinem Weg 194 Höhenmeter überwindet, ständig mit Wasser versorgt werden könne, meisterte der Baron aus Béziers mit einem Geniestreich.

 


 

Er ließ am höchsten Punkt der Strecke in der Montagne Noire ein riesiges Staubecken anlegen, in dem das Wasser der gesammelt werden konnte. Vom Reservoir de Saint-Ferréol sorgt seitdem ein genau berechnetes System aus unterirdischen Wasserrinnen und Zuflüssen dafür, dass der Canal du Midi das ganze Jahr hindurch schiffbar ist.

 

Wie der Kanal, so galt auch der malerisch gelegene Stausee unter Zeitgenossen als „Weltwunder“ – mit 67 Hektar war er damals nicht nur das größte künstliche Gewässer der Welt, sondern besaß mit 36 Metern auch den höchsten Staudamm der Welt. Und das sogar 200 Jahre lang. 15 Jahre lang, nur mit Schaufel und Schubkarren, wurde das Kanalbett ausgehoben. Mehr als sieben Millionen Kubiktonnen Erde und Gestein räumten 12.000 Arbeiter, darunter 600 Frauen, fort.

 

  

Um die Haltbarkeit der Kanalufer zu verbessern, ließ Riquet vor allem auf Dämmen schnellwachsende Bäume. Die Idee, die Kanalufer sowohl aus praktischen als auch aus ästhetischen Gründen durchgehend mit Bäumen zu versehen, setzte sich nach der Französischen Revolution endgültig durch. Zwischen 1787 und 1817 forcierte Antoine Ferrière die Anpflanzung von Platanen, die heute die Kanalränder dominieren. Ihre Wurzeln scheinen die Ufer besonders gut zu befestigen. Ihr Schatten verringert die Verdunstung, die Pferde und Arbeiter schützten sie beim Treideln vor der Sonne.

 

Eine große Zahl der heutigen etwa 42.000 Platanen am Kanal ist seit etwa 2005 von der Massariakrankheit befallen. Diese Krankheit hat am Kanal schon zum Absterben vieler Bäume geführt. Der Platanenkrebs wird von einem Pilz verursacht. Da der Pilz über das Kanalwasser und die den Kanal befahrenden Boote von Baum zu Baum gelangen kann, ist die Bekämpfung erschwert, weshalb befürchtet wird, dass während der nächsten 15 bis 20 Jahre alle 42.000 Platanen am Kanal erkranken und gefällt werden müssen. 

 


 

Wer die schöne mit Blumen beschmückte Brücke gegenüber vom Stellplatz überquert kann mit seinen Hunden schön spazieren gehen und sie über die Wiesenflächen toben lassen. Unser Malo musste an dem Tag erstmal alles genau unter die Lupe nehmen und erkundete gemeinsam mit Aron die Umgebung und das Flussufer. Eine ältere Dame begegnete uns und tätschelte Malo auf dem Kopf, was er eigentlich nicht so mag aber er konnte spüren das die Frau einfach nur ein wenig zittrig ist und so spazierten wir weiter in der Hoffnung auf die andere Flusseite zu kommen. Nach 6 km kehrte ich um. Zuhause angekommen sagte mir mein Schatz das ich nur noch 500 Meter bis zur Brücke hätte laufen müssen ;)

 


 

Castelnaudry selbst bietet extrem viele kulinarische Highlights. Die 11.000 Einwohner zählende Gemeinde schafft es 8 Bäcker zu beherbergen und sie übertreffen sich gegenseitig mit feinsten französischen Backwaren. Mein Schatz nahm die Hunde in jede Gasse mit und zeigte Ihnen die Stadt. Hier sind die schönsten Bilder ;) Jedes Bild kann übrigens per klick vergrößert werden. 

 

Service & Stellplatzbiler

Strom 10 A im Preis

Mobile über 8 Meter

Ja

Wasser

Ja 

Ver-und Entsorgung

Ja

Wifi

Ja 

Wasch-und Trockenmögl.

in der Stadt

Dusche und WC

Nein

Mülleimer

Ja 

Tiere

Ja

Anzahl der Plätze

14

Gebühren

11,40 Euro

 


Koordinaten & Infos

  • Zugang mit der Pass d Etapes Karte, diese ist in 3 Minuten erstellt und kostet 4 Euro.
  • Die Stadt ist in 8 min. zu Fuß erreichbar
  • Man kann mit der Bahn in größere Städte fahren
  • Am Kanal kann man schön Boule spielen mit dem Blick auf die Boote
  • Wäsche waschen und Einkäufe können in der Stadt erledigt werden. 
  • Zum Bäcker kommt man in dem man am Kanal entlang läuft, also aus dem Stellplatz raus unter der Brücke rechts, geradeaus über die Brücke links und dann seht Ihr den Bäcker schon ;) 

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