Lussac

Zeit zum Innehalten

 

Beim ersten durchqueren der südwestfranzösischen Gemeinde mit knapp 1.300 Einwohnern ist man im Winter wenig überrascht und will am liebsten am nächsten Tag weiterfahren. Doch der erste Eindruck trügt. Wir haben hier unfreiwillig 3 Wochen verbracht. Im Nachhinein war dieser Erfahrung wichtig, weil wir so einige schöne Seiten und ein wenig Lebenskultur erleben durften, die unsere Meinung von Frankreich nur festigte. Frankreich ist und bleibt das Land der Magie, die dich dann in seinen Bann zieht, wenn man es am wenigsten erwartet. 

 


 

Die Arbeit an den Reben schläft nie und das kann man hier jeden Tag aufs Neue beobachten. Der extreme Rückschnitt der Weinreben reduziert auf der einen Seite zwar den Ertrag, allerdings steigt auf der anderen Seite die Qualität der Weintrauben: Sie sind besonders groß, weil der Strauch nur wenige von ihnen ernähren muss. Beim vorbeilaufen spürt man den Zusammenhalt der Teams, die sich Meter für Meter mit ihren automatischen Gartenscheren vorarbeiten. In Anbetracht der immensen Arbeit und Logistik die sich hinter der Produktion verbergen sind die Preise für eine gute Flasche Wein fair. 

 

 

In diesem verlassenen Dorf in Frankreich wurden wir wieder daran erinnert wie wichtig es ist die Dinge einfach mal hinzunehmen, sich auf seine Umgebung einzulassen und in sich selbst reinzuhören. Unsere Ersatzteile konnte wir direkt zu einer netten Physiotherapeutin/Masseurin senden lassen, die perfekt Englisch spricht. Ganz in der Nähe vom Stellplatz befindet sich nämlich das Ärztehaus. Wer nach der Fahrt über Rücken oder Nackenschmerzen klagen sollte, kann sich bei Amelie Broune behandeln lassen.

 

 

Markt in Lussac

 

Jeden Donnerstag findet auf dem Platz vor der Kirche ein kleiner feiner Markt statt, mit Leckereien aus der Region. Es wird gelacht, probiert und beraten. Ein paar Früchte kamen aus Spanien und der Fenchel aus Italien, das kann man jedoch anhand der Schilder sehr gut nachvollziehen. 

 



 

Auf dem Stellplatz ist eine große Wiese auf der man mit seinen Hunden spannende Fährten legen kann und so für Abwechslung sorgt. Zudem kann man schön wandern, wenn man aus dem Stellplatz läuft, dann links die Straße entlang, bis zur Kreuzung, diese leicht rechts überqueren wo es dann in ein Wiesenweg geht der entlang der Weinreben führt. Plötzlich ist man mitten in der Natur und kann sich seinen Gedanken hingeben und die Hunden von der Leine lassen. Nur Sonntags wird wie wild gejagt, da bitte die Hund an der Leine lassen. 

 


 

Die Labrador Retriever Dame gegenüber vom Stellplatz kommt ab und zu mal vorbei und ist auf der Suche nach Leckerlies. Sie bellt gerne mal rum aber sie ist absolut harmlos. Am letzten Tag kam sie zu mir und hat sich verabschiedet als würde sie spüren das es weiter geht. 

 

Die 3 Wochen haben uns gelehrt das es sich lohnt innezuhalten und Orten eine Chance zu geben sie zu erkunden. Lussac hat einen unverwechselbaren Charme und die Menschen haben uns sehr freundlich behandelt und uns nach kurzer Zeit das Gefühl gegeben ein Teil ihrer Gemeinde zu sein. Ich denke es kommt einfach selten vor das man hier 3 Wochen bleibt aber ich will keinen Tag missen. Der Grund des Wartens war ein defekt des Innenschlosses, wir konnten es wieder reparieren und die Wohnmobil-Tour fortsetzen. 

 

Service & Stellplatzbilder

Strom 16 A im Preis

Mobile über 8 Meter

Ja

Wasser

Ja im Preis

Ver-und Entsorgung

Ja

Wifi

Ja im Preis

Wasch-und Trockenmögl.

Nein

Dusche und WC

WC ja / Dusche Nein

Mülleimer

Ja 

Tiere

Ja

Anzahl der Plätze

15

Gebühren

11 Euro

 


  • Der Friseur im Ort ist richtig gut 
  • Der Dorfladen ist klein aber man bekommt alles was man braucht, wenn man nach bestimmtem Obst und Gemüse fragt dann wird es organisiert
  • Die Pizzeria in Lussac ist leider richtig schlecht, alles Tiefkühlware und echt nicht lecker, das Geld kann man sich sparen
  • Die Apotheke im Ort ist gut und günstig, wenn man was braucht wird es bestellt
  • Die Besorgung der Pass d Etapes Karte kostet einmalig 4 Euro und ist kinderleicht

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